Electro Optic Systems (EOS), ein australisches Verteidigungsunternehmen, hat einen großen Exportauftrag erhalten für ein neues Laserwaffensystem der 100-Kilowatt-Klasse zur Drohnenabwehr.
Nach Angaben von EOS wurde der Auftrag in Höhe von 71,4 Millionen Euro (ca. A$125 Millionen) von einem nicht genannten europäischen NATO-Mitgliedstaat erteilt und umfasst die Lieferung des Systems, der Ersatzteile, der Schulung und der Dokumentation zwischen 2025 und 2028.
Das Lasersystem zielt auf die zunehmende Bedrohung durch Drohnenschwärme ab und bietet eine nicht-kinetische Alternative zur Bekämpfung mehrerer Ziele bei geringeren Kosten pro Schuss im Vergleich zu herkömmlichen raketenbasierten Verteidigungssystemen. Nach Angaben von EOS handelt es sich um den ersten internationalen Exportauftrag für eine Laserwaffe dieser Leistungsklasse.
Nach Angaben des Unternehmens wurde der Laser drei Jahre lang in Feldversuchen und Kundenerprobungen getestet. Er ist mit einer Reihe von unterstützenden Technologien ausgestattet, darunter Verfolgungsalgorithmen, Radar, Bedrohungserkennungssysteme, Zielerfassungswerkzeuge und Strahlverriegelungsfunktionen.
Laser werden zunehmend als kosteneffiziente Antwort auf den zunehmenden Einsatz von UAS bei militärischen und nichtstaatlichen Operationen erforscht.
Das neue System wird in der EOS-Anlage in Singapur hergestellt, die bereits am Entwicklungsprogramm des Unternehmens für gerichtete Energie beteiligt war. Die konkreten Einsatzpläne oder Betriebskonzepte für das Lasersystem wurden nicht bekannt gegeben.
Die Ankündigung folgt auf die steigende Nachfrage der NATO-Staaten nach fortschrittlichen UAS-Abwehrfähigkeiten, insbesondere angesichts der Lehren, die aus Konflikten wie dem derzeitigen Krieg in der Ukraine gezogen wurden, wo der verstärkte Einsatz von Glasfaserdrohnen die Wirksamkeit von Störsendern verringert hat.
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Bildnachweis: Electro Optic Systems
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