Eine vom Iran unterstützte militante Gruppe hat mit einer faseroptischen FPV-Drohne einen Angriff auf die Victory Base-Komplex, Dabei handelt es sich offenbar um den ersten bekannten Einsatz dieser Art von System gegen US-Streitkräfte in der Region.
Der Angriff wurde Berichten zufolge von der Islamischer Widerstand im Irak und in einem Video dokumentiert, das später von Serhiy Sternenko.
Das Video zeigt, dass die faseroptisch gesteuerte FPV-Drohne den Stützpunkt in der Nähe von Bagdad überfliegen konnte, ohne auf Widerstand zu stoßen. Die Drohne manövrierte auf der Suche nach einem Ziel über die Anlage.
Da die Drohne kein geeignetes Ziel ausfindig machen konnte, schlug sie schließlich in die Tür eines Betonhangars ein und verursachte keinen nennenswerten Schaden.
Auch wenn die physischen Auswirkungen des Angriffs begrenzt waren, stellt der Einsatz einer faseroptisch gesteuerten Drohne eine bemerkenswerte Entwicklung in der Taktik der vom Iran unterstützten Gruppen dar und zeigt kritische Schwachstellen in der US-Drohnenabwehr in der Region auf.
Auswirkungen auf die Verteidigung der Basis
Der Vorfall zeigt eine potenzielle Lücke in der derzeitigen Drohnenabwehr der Basis auf. Da Glasfaser-FPV-Drohnen nicht für herkömmliche Maßnahmen der elektronischen Kriegsführung wie Störsender anfällig sind, sind kinetische Maßnahmen erforderlich, um diese Bedrohungen zu neutralisieren.
Da die Spannungen in der Region weiter zunehmen, warnen Analysten davor, dass ähnliche Anschläge häufiger werden könnten, vor allem wenn die Gruppen die in der Ukraine eingesetzten Technologien übernehmen.
Beamte haben bereits früher Bedenken geäußert, dass die US-Streitkräfte nicht vollständig auf die Bekämpfung dieser speziellen Art von Bedrohung vorbereitet sind, zumal die Drohnensysteme immer fortschrittlicher und schwieriger zu entdecken oder zu stören sind.
Es ist unklar, ob die Drohne entdeckt wurde, aber das Fehlen von Personal auf dem Video könnte darauf hindeuten, dass ein Aufruf zum Schutz erfolgt ist. Klar ist, dass die Drohne den Stützpunkt unbehelligt auskundschaften konnte, was darauf schließen lässt, dass sie entweder nicht entdeckt wurde oder dass der Stützpunkt nicht über die notwendigen kinetischen Gegenmaßnahmen verfügt, um Bedrohungen durch Glasfaserdrohnen zu neutralisieren.
Breiteres Muster von Angriffen
Der Angriff folgt einem breiteren Muster von Drohnen- und Raketenaktivitäten, die auf US-Einrichtungen in der Region abzielen.
Kürzlich beschädigte ein iranischer Raketenangriff fünf Tankflugzeuge der US-Luftwaffe bei Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan. Die Flugzeuge wurden nicht zerstört und werden derzeit repariert, das Personal wurde nicht verletzt.
Der Stützpunkt beherbergt neben den US-Expeditionsstreitkräften auch Einheiten der königlich-saudischen Luftwaffe, darunter die 4., 6. und 14.
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Bildnachweis: Serhiy Sternenko
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