RISEPORT EUROPE, ein deutsches Start-up-Unternehmen für Verteidigungstechnologie, hat abgeschlossen die abschließende Entwurfsprüfung für das Sensormodul seines ARGOS APS System.
Die Plattform wird als kompakte, mobile Lösung für die Abwehr von UAV-Bedrohungen unter Gefechtsbedingungen vorgestellt, bei denen Tarnung und Überlebensfähigkeit ebenso wichtig sind wie die Entdeckung.
RISEPORT EUROPA bestätigte, dass ARGOS APS auf einer passiven, KI-gestützten Sensorfusion beruht, die akustische und optische Verfolgung statt Radar kombiniert. Das Unternehmen erklärte, dass der Verzicht auf Radar beabsichtigt ist, da die Aussendung von Signalen das Risiko erhöhen würde, dass das System entdeckt und ins Visier genommen wird.
Das System ist mehrschichtig aufgebaut und verbindet sein passives Detektionssystem mit einem kinetischen Abfangmodul. Dieses Konzept zielt darauf ab, kleine Drohnen zu identifizieren und zu neutralisieren, auch solche ohne Funkfrequenzsignatur, während die verteidigenden Einheiten vor feindlichem Gegenfeuer verborgen bleiben.
Das Unternehmen bezeichnete ARGOS als “letzte Schutzschicht” und hob seine Rolle in Szenarien hervor, in denen konventionelle Luftabwehrmittel nicht verfügbar oder unzureichend sind. Geplant ist die Integration mit bestehenden mobilen Flugabwehrsystemen, die bereits bei der Bundeswehr im Einsatz sind.
Kosteneffizienz ist ein zentrales Anliegen des Programms. RISEPORT EUROPE erklärte, dass das System entwickelt wird, um einen Zielpreis von unter 100.000 € (ca. $115.000 €) pro Einheit zu erreichen, so dass ein groß angelegter Einsatz finanziell machbar ist.
Das Unternehmen betonte, dass mit diesem Ansatz das Kostenungleichgewicht des Drohnenkriegs behoben werden soll, bei dem kostengünstige Angriffsdrohnen die Verteidiger oft dazu zwingen, auf weitaus teurere Systeme zurückzugreifen. In der Erklärung des Unternehmens heißt es, dass die neue Lösung dafür sorgen soll, dass die Drohnenabwehr auf breiter Front eingesetzt werden kann und nicht nur für hochwertige Objekte reserviert ist. Das Unternehmen betonte auch, dass ARGOS mit direktem Input von aktiven Soldaten entwickelt wird, und beschrieb das System als “von Soldaten für Soldaten” entwickelt.”
Das ARGOS-Konzept spiegelt den zunehmenden Trend zu verteilten, passiven und kostengünstigen Flugabwehrsystemen wider, die Infanterie- und Manövereinheiten unter realen Kampfbedingungen schützen sollen. Systeme, die Radaremissionen vermeiden und die Gefährdung durch Gegenangriffe minimieren, werden in umkämpften Umgebungen, in denen Mobilität und Tarnung von entscheidender Bedeutung sind, zunehmend als wesentlich angesehen.
Da der Einsatz von Drohnen die Dynamik auf dem Schlachtfeld weiter verändert, werden Lösungen, die erschwinglich, verdeckbar und skalierbar sind, zu einer Priorität für alle NATO Kräfte.
Post Image Credit: RISEPORT EUROPE.