Ein bisher unbekanntes Drohnensystem, das vermutlich für unbemannte Luftoperationen entwickelt wurde, wurde in den Händen des persönlichen Sicherheitsteams des russischen Präsidenten Wladimir Putin gesichtet und gibt Anlass zu Spekulationen über eine neue, vom Kreml eingesetzte Nahschutztechnologie.
Die Drohne wurde kürzlich bei einem öffentlichen Auftritt von Präsident Putin in St. Petersburg beobachtet und in den sozialen Medien geteilt.
Zeugen bemerkten, dass ein Mitglied seiner Schutztruppe eine ungewöhnlich große FPV-Drohne mit einem charakteristischen X-förmigen Layout und sichtbaren Onboard-Sensoren mit sich führte. Nach Angaben von Beobachtern am Tatort schien der Beamte zu versuchen, das Gerät zu verbergen, obwohl es aufgrund seiner Größe und Konfiguration nur schwer vor den Augen der Öffentlichkeit zu verbergen war.
Es wird vermutet, dass es sich bei der Plattform um eine tragbare Abfangdrohne für die Infanterie handelt, die wahrscheinlich für die Neutralisierung feindlicher Bedrohungen aus der Luft entwickelt wurde, wie z. B. Überwachung oder herumliegende Munition.
Zu den technischen Merkmalen, die aus Bildern und Zeugenberichten hervorgehen, gehören ein Vier-Motoren-Kreuz-Design und ein Dual-Sensor-Suchkopf, der Wärmebildtechnik und optische Verfolgung kombiniert. Diese Ausstattung würde theoretisch die Bekämpfung von Drohnen bei schlechten Sichtverhältnissen, einschließlich Nachteinsätzen und schlechtem Wetter, ermöglichen.
Beobachter vermuten, dass die Drohne eine halbautonome Zielsequenz verwendet. In diesem Modus richtet der Bediener die Drohne zunächst in die Richtung der Bedrohung und wartet, bis das Zielsystem das Ziel erfasst hat. Sobald das Ziel erfasst ist, schaltet die Drohne Berichten zufolge auf autonomen Flug um und navigiert sich selbst, um das Ziel abzufangen.
Eines der bemerkenswertesten Designelemente ist die Verwendung einer speziellen Befehls- und Telemetrieverbindung anstelle von Standardfunkfrequenzen. Dieser Ansatz würde wahrscheinlich das Risiko einer Entdeckung oder Geolokalisierung durch feindliche elektronische Kriegsführung oder Signalaufklärungssysteme verringern.
Der russische Föderale Schutzdienst (FSO), der für den Schutz hochrangiger Regierungsvertreter zuständig ist, hat sich nicht offiziell geäußert. Das Auftauchen dieses Systems in der Nähe des Präsidenten, insbesondere in einer städtischen Umgebung, deutet jedoch darauf hin, dass Russland angesichts der Bedrohung durch offensive ukrainische Drohnenoperationen zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen ergreift.
In den letzten Monaten hat die Ukraine verstärkt FPV-Drohnen für Tiefflugangriffe auf russisches Territorium eingesetzt, um kritische Infrastrukturen und militärische Einrichtungen anzugreifen, vor allem mit Operation Spinnennetz.
Während sich die meisten russischen Bemühungen zur Abwehr von UAS auf den Einsatz auf dem Schlachtfeld und die Verteidigung an festen Standorten konzentrierten, deutet die Anwesenheit eines tragbaren Abfangjägers direkt im Sicherheitskordon des Präsidenten auf echte Bedenken hinsichtlich der Fähigkeiten der ukrainischen Streitkräfte hin.
Dies ist der erste öffentlich dokumentierte Fall, in dem eine solche Drohne mit einer russischen Exekutivschutzeinheit in Verbindung gebracht wird. Analysten interpretieren diese Entwicklung als ein Zeichen dafür, dass der Kreml die Gefahr von Luftangriffen nicht nur für plausibel, sondern für unmittelbar bevorstehend hält, selbst in Gebieten, die bisher als sicher galten.
Die Herkunft und der Hersteller des Geräts sind nicht bekannt, aber seine taktische Konfiguration deutet darauf hin, dass es speziell für die Verteidigung von hochrangigem Personal entwickelt wurde und nicht von kommerziellen oder konventionellen militärischen Plattformen übernommen wurde.
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