Vom 10. bis 13. Juni demonstrierten Wavefront Systems, MARSS und Forcys auf der Konferenz in Berlin Lösungen für die maritime Drohnenabwehr. Hafen von Portland, in Dorset, Vereinigtes Königreich. Die Veranstaltung bot Interessenvertretern aus dem Verteidigungs- und dem kommerziellen Sektor die Möglichkeit, Detektionssysteme im Einsatz gegen inszenierte Bedrohungen aus der Luft zu sehen, ober- und unterirdische Bereiche.
Am Ende eines jeden Tages stand ein Stealth-Insertion-Szenario, bei dem ein Tauchteam versuchte, die Hafensicherheit zu durchbrechen, während gleichzeitig eine Drohne aus der Luft operierte. Damit sollten reale Szenarien nachgeahmt werden, in denen böswillige Akteure versuchen würden, die Hafensicherheit mit einem Angriff aus mehreren Bereichen zu überwinden.
Dies geschieht vor dem Hintergrund einer raschen neue Bedrohungen im maritimen Bereich, Dabei sind See- und Handelsschiffe, kritische Infrastrukturen und Offshore-Anlagen allesamt potenzielle Ziele für den böswilligen Einsatz von Drohnen durch staatliche und nichtstaatliche Akteure.
Der Einsatz von Drohnen aus der Luft, über und unter der Wasseroberfläche stellt eine ganz andere Herausforderung dar als die Bekämpfung von Bedrohungen vom Boden und aus der Luft im Landbereich. Diese Herausforderung wird durch die Tatsache verschärft, dass bestehende Lösungen zur Drohnenbekämpfung zwangsläufig auf den Landbereich ausgerichtet sind, was dazu führen kann, dass maritime Betreiber ungeschützt sind und unterausgestattet.
Ein wichtiger Aspekt der Veranstaltung war daher die Integration des Sentindel IDS von Waverfront in die NiDar C2-Plattform von MARSS, die eine schnelle Entscheidungsfindung und ein verbessertes Situationsbewusstsein für die Betreiber ermöglicht.
Paul Badger, Managing Director von Wavefront Systems, kommentierte die Integration wie folgt:
“Sentinel IDS hat sich weltweit bewährt und genießt großes Vertrauen in seine Leistung und Zuverlässigkeit bei der Sicherung maritimer Einrichtungen, von Marinestützpunkten bis hin zu kritischen nationalen Infrastrukturen. “Aber was wir hier zeigen, ist, wie diese Fähigkeit noch leistungsfähiger wird, wenn sie mit MARSS’ NiDAR zusammenarbeitet. Mit NiDAR erkennen wir nicht nur Bedrohungen, sondern schließen den Kreislauf zwischen Erkennung und Reaktion, und zwar in Echtzeit.”
Mike Collier, NATO Business Development Lead bei der NATO, wies auf die Bedrohung im maritimen Bereich hin und fügte hinzu:
“Die Bedrohungen für Häfen und Küsteninfrastrukturen kommen aus der Luft, von der Oberfläche und unter der Wasserlinie, oft sogar gleichzeitig.”
Diesem Kommentar schloss sich Commander (Ret.) Justin Hains MBE von Forcys an und betonte, wie wichtig es ist, mehrere Systeme zu integrieren, um neue maritime Bedrohungen zu bekämpfen:
“Diese Woche hat gezeigt, dass integrierte Systeme, die die Bereiche Luft, Oberfläche und Untergrund abdecken, den Entscheidungsträgern den nötigen Vorsprung geben, um schnell und richtig zu handeln.”
Vertreter aus dem zivilen und maritimen Sektor werden auf der kommenden SAE Media Group Defence Konferenz erwartet. Maritime Anti-UAS-Konferenz, die im Oktober in London stattfinden soll. Da die Risiken zunehmen, werden weitere gemeinsame Anstrengungen wahrscheinlich an Bedeutung gewinnen.