Das Direktorat für Wissenschaft und Technologie des Ministeriums für Heimatschutz (DHS S&T) hat sich intensiv mit der Erprobung von Technologien zur Drohnenabwehr und der Bewertung ihrer Wirksamkeit in verschiedenen Umgebungen und Einsatzarten beschäftigt. DHS S&T hat kürzlich eine Zusammenfassung veröffentlicht über ihre Aktivitäten im Jahr 2023 und gab einen Ausblick auf die bevorstehenden Technologiebewertungsaktivitäten im Jahr 2024.

Um dem potenziellen böswilligen Einsatz von Drohnen entgegenzuwirken, hat DHS S&T im vergangenen Sommer im Rahmen von zwei Live-Demonstrationen Bewertungen innovativer Technologien zur Bekämpfung unbemannter Flugsysteme (C-UAS), auch bekannt als Anti-Drohnen-Technologien, durchgeführt. Vor diesen Veranstaltungen hatte DHS S&T im April 2023 zwei öffentliche Informationsanfragen (RFI) veröffentlicht, um Anbieterdaten über bestehende Technologien zur Drohnenabwehr zu sammeln. Ein RFI diente der Erprobung innovativer Technologien zur Abwehr von "dunkel"Unbemanntes Flugzeugsystem (UAS) Schwärmeund zum anderen die Bewertung kinetische Abschwächung Fähigkeiten zur Abwehr von kleinen UAS. Die vielversprechendsten Lösungen wurden ausgewählt, um an den anschließenden Live-Demonstrationen teilzunehmen.

Prüfung des kinetischen Abschwächungssystems

Bei einer Live-Demonstration im Camp Grafton South in North Dakota wurden mehrere Anbieter beteiligte sich an der Bewertung der kollateralen Auswirkungen kinetischer Schadensbegrenzungssysteme, die Drohnen mit Hilfe von Projektilen, Netzen, Photonenplasma von Lasern und elektromagnetischen oder Radiowellen physisch verändern, zum Absturz bringen oder zerstören. Ziel war es, Informationen über mögliche unbeabsichtigte Folgen oder Kollateraleffekte zu sammeln, wie etwa herabfallende Trümmer von abgefangenen Drohnen. Die Universität von North Dakota (UND), Northern Plains UAS Test Site (NPUASTS), und accessND stellte Personal und Fachwissen für die Demonstration zur Verfügung.

Nach einer Live-Demonstration zur Bewertung der kollateralen Auswirkungen von kinetischen Abwehrsystemen gegen Drohnen haben erste Beobachtungen zu einem grundlegenden Verständnis dieser Auswirkungen geführt. Die weitere Analyse der Ergebnisse zielt darauf ab, eine grundlegende Methodik zur Messung von Kollateralschäden zu entwickeln. Das DHS versucht, ein Verständnis für die kinetischen Minderungsfähigkeiten der derzeitigen Gegendrohne Technologien, bewerten die ihnen innewohnenden Risiken und ermitteln den potenziellen Schaden, der durch ihren Einsatz entstehen kann.

Counter Swarm und Dark UAS Tests

Bei der zweiten Live-Demonstration wurden nicht-kinetische Lösungen zur Erkennung, Verfolgung, Identifizierung und Bekämpfung von Schwärmen kleiner, ferngesteuerter UAS bewertet. Außerdem wurden Technologien bewertet, mit denen "dunkle" Drohnen, die keine oder nur minimale Hochfrequenzsignale, Geräusche oder Emissionen aussenden, erkannt und bekämpft werden können. Die Demonstration zielte darauf ab, potenzielle Bedrohungen durch Drohnenschwärme in Szenarien wie der Störung von Ersthelfern oder der Durchführung von verteilten Angriffen auf kritische Infrastruktur bei Ereignissen von nationaler oder internationaler Bedeutung. Die Veranstaltung fand an der Oklahoma State University Unmanned Aircraft Flight Station in Stillwater, Oklahoma, in Zusammenarbeit mit dem Industriepartner Amentum Services, Inc. und der OSU C-UAS-Kompetenzzentrum.

An der Veranstaltung nahmen Besucher von US-Heimatschutz- und Verteidigungsbehörden sowie ausländischen Regierungspartnern teil. Sechs Technologieanbieter nahmen ebenfalls teil - drei aus den Vereinigten Staaten und drei aus dem Ausland.

Kommende DHS S&T Tests im Jahr 2024

Nach den vielversprechenden Bewertungen und ersten Erkenntnissen analysieren DHS S&T und seine Partner die Ergebnisse beider Veranstaltungen, um den künftigen Testbedarf zu ermitteln und Prioritäten zu setzen. Forschung und Entwicklungsinvestitionen. Demonstrationen für kinetische Anti-Drohnen-Technologien sind für den Sommer geplant, um kollaterale Auswirkungen zu bewerten und zusätzliche Technologien zu testen. Ziel ist es, die Fähigkeiten des Department of Homeland Security (DHS) zum Schutz der Heimat vor potenziellen Bedrohungen durch UAS zu verbessern.

Bildnachweis - Oklahoma State University